Bei unserem ersten Azubi-Workshop ging es um das Thema Kommunikation. Neben uns Azubis waren auch Frau Schmaus und Frau Preisinger aus unserem Ausbildungsteam dabei.
Zu Beginn starteten wir mit einer kleinen Kennenlernrunde. Jeder erzählte kurz etwas über sich. Danach wurde es direkt etwas schwieriger: Wir mussten gemeinsam ein Handtuch auf dem Boden umdrehen. Dabei mussten alle auf dem Handtuch stehen und durften den Boden nicht berühren. Das war eine lustige Aufgabe und wir mussten eng zusammenrücken. Dadurch kamen wir uns gleich am Anfang wortwörtlich näher.
Anschließend setzten wir uns in einen Stuhlkreis. In der Mitte lagen verschiedene Postkarten. Jeder sollte sich eine Karte aussuchen, die seiner Meinung nach gut zu ihm passt.
Danach sollte jeder für seinen linken Nachbarn eine Postkarte aussuchen, die besonders gut zu dieser Person passt. Dabei mussten wir darauf achten, wie wir die andere Person wahrnehmen und was wir bereits über sie wissen.
Als Nächstes bekamen wir eine weitere Aufgabe mit verschiedenen Fragen. Jeder schrieb drei Fragen auf jeweils einen Zettel. Anschließend wurden alle Zettel gefaltet und in die Mitte des Sitzkreises gelegt. Reihum zog jeder einen Zettel und beantwortete die darauf stehende Frage. So kamen wir schnell miteinander ins Gespräch und erfuhren noch mehr über den anderen.
Im weiteren Verlauf machten wir neuen Azubis aus dem ersten Ausbildungsjahr zusammen mit unseren jeweiligen Paten eine Partneraufgabe. Dabei stellten wir uns gegenseitig drei Fragen. Die Antworten sollten anschließend auf einem Plakat dargestellt werden. Wir mussten unserem Partner also genau zuhören und versuchen, seine Antworten kreativ in einer Zeichnung darzustellen. Dabei konnten wir sehen, wie unterschiedlich man die gleichen Informationen darstellen kann.
Danach kam eine besonders spannende Aufgabe auf uns zu: ein rohes Ei. Wir mussten das Ei mit Strohhalmen, Klebestreifen und einem Blatt Papier so verpacken, dass es beim Aufprall aus einer bestimmten Höhe nicht kaputtgeht. Dabei mussten wir uns im Team gut absprechen und gemeinsam überlegen, wie wir das Ei am besten schützen können. Am Ende war die Aufgabe ein voller Erfolg: Beide Eier haben den Aufprall überlebt. Deshalb wurden beide Teams zu Gewinnern erklärt.
Nach all diesen Aufgaben war der Workshop aber noch nicht vorbei. Zum Schluss warteten noch zwei besondere Herausforderungen auf uns. Bei der ersten Aufgabe wurden wir „blind“. Wir mussten ein Seil auf dem Boden zu einem Quadrat formen. Da wir nichts sehen konnten, durften wir nur mit unseren Händen ertasten, wo das Seil lag. Leider konnten wir diese Aufgabe nicht erfolgreich lösen. Vielleicht war das ein Zeichen dafür, dass wir noch mehr auf unsere Fingerspitzen hören sollten.
Bei der letzten Aufgabe mussten wir „stumm“ sein. Unsere Aufgabe war es, einen Meterstab nur mit unseren Zeigefingern so vorsichtig wie möglich auf den Boden zu legen. Dabei durften wir nicht miteinander sprechen. Schnell merkten wir, dass das gar nicht so einfach war. Der Meterstab änderte während des Versuchs immer wieder seine Richtung. Trotzdem schafften wir es am Ende gemeinsam, ihn erfolgreich auf dem Boden abzulegen.
Am Ende des Workshops konnten wir auf einen Tag mit vielen verschiedenen Aufgaben zurückblicken. Wir hatten einige Herausforderungen zu meistern und es gab bei den Teamaufgaben auch die eine oder andere Auseinandersetzung. Trotzdem hatten wir gemeinsam viel Spaß und sind als Gruppe noch enger zusammengewachsen.
Besonders interessant war für uns, dass wir durch die verschiedenen Aufgaben viel über die anderen erfahren haben. Wir haben gemerkt, wie wichtig gute Kommunikation und Zusammenarbeit für ein Team sind. Eine Weisheit aus dem Workshop ist uns dabei besonders im Gedächtnis geblieben:
„Umso besser man sich kennt, desto besser kann man sich einbringen.“
– Stefanie Schmaus, Leiterin des Workshops
