Im Dienste des medizinischen Fortschritts

Erna Schulz, die Verlegerin der Krafthand Medien GmbH gründete 1980 zu Ehren ihres verstorbenen Mannes die Walter-Schulz-Stiftung. Ziel war und ist es bis heute Projekte  im medizinischen Fachbereich der Krebsforschung mit Schwerpunkt auf dem Gebiet der Tumorerkrankungen zu fördern, da Walter Schulz selbst an Krebs starb. Finanziell getragen wird die Stiftung durch die Krafthand Medien GmbH und zahlreiche weitere Partner und Spender.

Mit dem Forschungspreis der Walter Schulz Stiftung werden jährlich junge Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet und gefördert. Der Forschungspreis gehört zu den begehrtesten und höchst dotierten medizinischen Auszeichnungen im Bereich der Tumorforschung in Deutschland. Die Stiftung wird durch einen international anerkannten wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Schirmherrin der Stiftung ist die bekannte Ärztin Dr. Antje-Katrin Kühnemann.

Forschungspreis 2017

BU (v.l.n.r.): Monika Thieler (1. Vorsitzende), Otto Schwarz (Vorstand), Dr. Simon Raffel (Preisträger), Prof. Dr. Wolfgang Eiermann (Vorstand), Prof. Dr. Heinz Höfler (Vorsitzender d. Wiss. Beirates) Bildquelle: WWS!werbe.de

Krafthand Medien ist bekannt als Informationsdienstleister für Kfz- und Nfz-Betriebe sowie für Unternehmen in der Bauwirtschaft. Weniger bekannt ist dagegen, dass die Walter Schulz Stiftung des Unternehmens seit 38 Jahren die Krebsforschung unterstützt. Erna Schulz, die Verlegerin der Krafthand Medien GmbH, gründete 1980 zu Ehren ihres verstorbenen Mannes Walter die Stiftung. Ziel war und ist es bis heute, Projekte im medizinischen Fachbereich der Krebsforschung mit Schwerpunkt auf dem Gebiet der Tumorerkrankungen zu fördern. Finanziell getragen wird die Stiftung durch die Krafthand Medien GmbH, ihre Spender und Förderer. Seit 1995 vergibt die Walter Schulz Stiftung einen Forschungspreis für publizierte Arbeiten auf dem Gebiet der kliniknahen Krebsforschung, insbesondere der Tumorbiologie und Tumorimmunologie.

Forschungspreis 2017 verliehen

Der Forschungspreis 2017, mit 10.000 Euro dotiert, wurde jetzt an Herrn Dr. med. Simon Raffel im Hotel "Bayerischer Hof“ in München verliehen. Der Preisträger ist Assistenzarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie am Universitätsklinikum Heidelberg sowie Wissenschaftler der Abteilung Stammzellen und Krebs am Deutschen Krebsforschungszentrum und am Heidelberg Institute for Stem Cell Technology and Experimental Medicine.

Dr. Raffel beschäftigt sich mit einer besonders aggressiven Form des Blutkrebses, der zunächst nach erfolgreicher Therapie sehr häufig mit schlechter Überlebenschance zurückkehrt. Weil dabei therapieresistente Leukämiestammzellen eine entscheidende Rolle spielen, setzte die Arbeit seines Teams bei der gezielten Eliminierung dieser Zellen an. Die Forscher stellten fest, dass die Blockade eines bestimmten Enzyms zur Elimination von Leukämiezellen führen und die Prognose der Patienten deutlich verbessern kann. Zudem würden sich diese Erkenntnisse auch auf andere Tumorarten ableiten lassen. Damit habe der Preisträger einen Weg für eine Therapie vorgezeichnet, die es bisher noch nicht gibt, würdigte der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates der Stiftung, Herr Prof. Dr.med. Heinz Höfler, den jungen Wissenschaftler in seiner Laudatio.

Forschungspreis 2016

v.l.n.r. Monika Thieler (1. Vorsitzende), Otto Schwarz (Vorstand), Prof. Dr. Wolfgang Eiermann (Vorstand), Dr. Dr. Ruth Eichner (Preisträgerin), Prof. Dr. Heinz Höfler (Vorsitzender d. Wiss. Beirats) Bildquelle: WWS!werbe.de
v.l.n.r. Monika Thieler (1. Vorsitzende), Otto Schwarz (Vorstand), Prof. Dr. Wolfgang Eiermann (Vorstand), Dr. Dr. Ruth Eichner (Preisträgerin), Prof. Dr. Heinz Höfler (Vorsitzender d. Wiss. Beirats) Bildquelle: WWS!werbe.de

Im Jahr 2016 ist Dr. Dr. med. Ruth Eichner mit dem Forschungspreis der Stiftung ausgezeichnet worden. Die junge Wissenschaftlerin ist Assistenzärztin der III. Medizinischen Klinik, Klinikum rechts der Isar in München. Seit einigen Jahren geht die Wissenschaft davon aus, dass die Aktivierung des eigenen Immunsystems eine entscheidende Rolle in der Krebstherapie spielt. Ruth Eichner und ihrer Arbeitsgruppe ist es in den vergangenen fünf Jahren gelungen, mit einer modularen Veränderung des Contergan-Wirkstoffes Thalidomid das Immunsystem zu aktivieren. Zudem hilft es offenbar bei der Gefäßneubildung und dem Stoffwechsel der Zelle. Thalidomid löste Mitte des 20. Jahrhunderts Tausende von Missbildungen ungeborener Kinder aus. In Kombination mit anderen Substanzen kann der Wirkstoff jedoch erfolgreich zur Therapie bestimmter Krebserkrankungen des Knochenmarks eingesetzt werden. Eine herausragende wissenschaftliche Leistung, wie Prof. Dr. med. Heinz Höfler, der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der Walter Schulz Stiftung, anläßlich der Preisverleihung am 26. Oktober im Hotel "Bayerischer Hof" in München betonte.

Forschungspreis 2015
Die Walter-Schulz-Stiftung der Krafthand Medien GmbH hat im Oktober 2015 mit Dr. rer. nat. Felix Dietlein einen 25-jährigen Mediziner und Nachwuchswissenschaftler für einen neuen Therapieansatz in der Krebsforschung ausgezeichnet. Dem jungen Wissenschaftler und seiner Arbeitsgruppe ist es gelungen, mit bestimmten Enzymen Krebszellen verschiedenster Krebsarten töten zu können. Diese Methode stellt damit einen wichtigen Ansatzpunkt für neueste Krebsmedikamente und die Chance für die Behandlung ohne Chemotherapie dar.

Forschungspreis 2014
Den Forschungspreis 2014 hat im Oktober Dr. Patrick Schuler, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Ulm erhalten. Damit wurde seine Forschungsarbeit zur „Immuntherapie von Kopf-Hals-Karzinomen“ ausgezeichnet.